Sorge um den Menschen in der Arbeit 4.0

v.l. Diözesanvorsitzende Gerlinde Bayer, Wolf Betriebsratsvorsitzender Stefan Zierer, Diözesanvorsitzender Willi Dürr, Sozialpfarrer Msgr. Thomas Schmid, IHK Referentin Sibylle Aumer

Arbeiten in Würde - auch in Zeiten der Digitalisierung muss der Mensch im Mittelpunkt stehen.

 „Sorgen um den Menschen im Zeitalter von Digitalisierung und Flexibilisierung“ macht sich die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bistum Regensburg. Der Diözesanausschuss des kirchlichen Interessenverbandes, der rund 11000 Mitglieder in 182 Ortsverbänden repräsentiert, tagte am vergangenen Samstag im Pfarrheim am Gabis und verabschiedete ein Positionspapier, das dieses Thema aufgreift. 

Arbeitnehmer und Arbeitgeber sehen Arbeit 4.0 unter anderen Gesichtspunkten.

Vielleicht nicht ganz so rasant wie die modernen Kommunikationsmedien wandelt sich die Arbeitswelt. So gut wie kein Arbeitsplatz bleibt von Digitalisierung verschont. Aber was macht das mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern? Sind sie auf einen so raschen Fortschritt in ihrem beruflichen Umfeld mental ausreichend vorbereitet?  Diese Fragen treibt auch die Katholische Arbeitnehmerbewegung um. „Wir wünschen uns, dass Arbeit auch im Zeitalter von Industrie 4.0 noch Sinn macht“, sagte Diözesanvorsitzender Willi Dürr aus Painten auf der Tagung am Samstag in Mainburg. Um das Thema zu vertiefen, hatte sich das Gremium zwei Experten eingeladen. Aus Sicht der Arbeitnehmer bzw. der Arbeitgeber beleuchteten Stefan Zierer, Betriebsratsvorsitzender der Wolf Gruppe in Mainburg, und die Bereichsleiterin Regionalpolitik, Arbeitsmarkt, Statistik der IHK Regensburg, Sibylle Aumer, die Fragestellung, wie die Arbeitswelt der Zukunft aussehen wird. Einig waren sich beide Referenten, dass den Beschäftigten zum Teil revolutionäre Veränderungen in ihrem beruflichen Umfeld bevorstehen, auf die sie sich einzustellen haben. Während man auf Arbeitnehmerseite, wie Zierer ausführte, noch mehr Druck auf die Belegschaften befürchtet, weisen die Arbeitgeber, wie auch Aumer, auf die Chancen von flexibleren Arbeitszeitmodellen und damit mehr persönliche Freiräume hin.

Eindeutige Positionen des Diözesanverbandes

Mit ihrem am Samstag in Mainburg verabschiedeten Positionspapier bezieht die KAB klar Stellung. Zwar ist die Digitalisierung der Arbeitswelt ein unumkehrbarer Prozess, den es kritisch zu begleiten und aktiv zu gestalten gilt. Die KAB setze sich dafür ein, „dass Arbeiten und Leben auch im Zeitalter der Digitalisierung und Flexibilisierung in Würde und Solidarität stattfinden kann, Auch in einer digitalen Welt müsse es ein Recht auf persönliche und damit intransparente Lebensbereiche geben.

 

Sozialpfarrer und KAB-Diözesanpräses Thomas Schmid formulierte es sehr deutlich: „Wir machen uns Sorgen um die Seele des Menschen in einer sich rasant ändernden Zeit. Was wir nicht wollen ist Sklavenarbeit.

Positionspapier zum download

 

Text in Auszügen dankend überlassen von Harald Bruckmeier, Hallertauer Zeitung

 

 

Position Arbeit 4.0

Positionen und Bedenkenswertes zur Digitalisierung der Arbeitswelt. Verabschiedet am Diözesanausschuss in Mainburg.

 

 

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