21.08.2017

Mit dem Klingelbeutel gegen Altersarmut.

Mit dem Klingelbeutel sammelt die KAB bei den Bundestagskandidaten gegen Altersarmut. Karl Meier Bundestagskandidat der Freien Wähler stellt sich den Fragen der KAB

Der Klingelbeutel soll die Kandidaten für den nächsten Bundestag animieren über alternde Armut in der Gesellschaft zu diskutieren und zugleich für das Rentenmodell der KAB zu werben. Wer heute 2.000 Euro brutto im Monat verdient ist nach 40 Arbeitsjahren im Alter auf Grundsicherung angewiesen. Dies kann niemand wollen. Mit dieser Aussage auf dem Klingelbeutel konfrontierten die KAB Kreisverantwortlichen aus dem KAB Kreisverband Stiftland, Kemnath und Marktredwitz den Bundestagskandidaten der FW Karl Meier im Pfarrheim von Waldsassen

Für Karl Meier ist das keine Frage, er weiß was seine Kolleginnen und Kollegen verdienen. Mit dem derzeitigen Mindestlohn kann niemand für das Alter zusätzlich vorsorgen. Bis 1992 gab der Geringerdienerzuschlag dieser gehört wieder eingeführt Auch wir die Freien Wähler fordern in unserem Wahlprogramm den dritten Punkt in der Rente für die Mütter die ihre Kinder vor 1992 geboren haben. Der dritte Punkt für alle Mütter ist eine Gerechtigkeitsfrage. Hier wird auch eine jahrzehntelange Forderung der KAB, erfüllt.

Diözesansekretär Markus Nickl machte die Rechnung auf, dass bei der Höhe der Löhne, die in der Region bezahlt würden, spätere Rentner automatisch zu Grundsicherungsempfängern degradiert würden. Deswegen fordert die KAB in ihrem Rentenmodell als einen Teil eine steuerfinanzierte Sockelrente in der Höhe des Soziokulturellen Existenzminimums in Höhe von 515 Euro monatlich. Davon wird niemand reich wird davon niemand, aber es braucht einen guten Lohn und viele Beitragsjahre um aus der Armutsfalle als Rentner zu kommen.

Für Karl Meier gäbe es auch andere Alternativen um die nächste Generation nicht zu belasten und trotzdem den Soldaritätsgedanken der Rentenversicherung Rechnung zu tragen. Ältere gutsituierte Bürger zahlen ihre Steuern direkt in einen Rentenfond ein um das Einkommen der untersten Rentenschichten über die Grundsicherung hinaus aufzubessern. Es wäre ein Solidaritätsbeitrag für Menschen bei denen das Leben finanziell nicht so glücklich verlaufen ist. Besser hier Geld zu investieren als neue Panzer zu kaufen. Dieser „Steuer-der-Alten-Renten-Topf könnte zu einem finanziellen Glücksausgleich in der älteren Generation führen.

 

Einige Teilnehmer gingen in der Diskussion noch einen Schritt weiter und forderte eine ordentliche Bezahlung von Frauen für Familientätigkeiten. Wenn schon wie in der Schweiz über ein Grundeinkommen abgestimmt wird oder der Chef von Siemens ein Grundeinkommen fordert so wäre es sinnvoll über die Erziehungsarbeit von Familien und deren Entlohnung zu diskutieren. Wer hier ansetze, könne viele Probleme lösen. Auch gehöre die Beitragsbemessungsgrenze auf den Prüfstand und abgeschafft.

 

Die KAB als katholischer Sozialverband konfrontiert im Wahlkampf die Bundestagskandidatinnen und Kandidaten mit der Klingelbeutelaktion und dem damit verbundenen 2.000 Euro Beispiel. Wer 2000 Euro brutto verdient, kommt auf 806 Euro Rente vor Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung abziehen.