KAB Regensburg

Interaktiv
Treten Sie mit uns in Kontakt

26.03.2019

Gemeinsamer Josefitag von Kolping und KAB

Mit einer dezentralen Veranstaltung feierten die Regensburger Diözesanverbände des Kolpingwerkes und der KAB am Sonntag in Abensberg den Josefstag, den Namenstag ihres Schutzpatrons. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer fungierte als Festprediger und Hauptzelebrant beim Festgottesdienst in der Abensberger Stadtpfarrkirche St. Barbara. Die Positionen des Kolpingwerkes für die bevorstehende Europawahl erläuterte Kolping-Diözesanvositzender Josef Sander bei der anschließenden Festveranstaltung im Pfarrsaal in Abensberg.


In einem Kirchenzug waren die Banner von Kolping und KAB zusammen mit den Ministranten und der Geistlichkeit in die Pfarrkirche St. Barbara eingezogen.
Mit den Worten „Schön, dass sie Hochwürdiger Herr Bischof da sind,“ hatte Stadtpfarrer und Dekan Georg Birner Bischof Rudolf zur Feier dieses Josefitages in Abensberg begrüßt.
Bischof Rudolf sagte in seiner Einleitung: „Es ist seit einigen Jahren ein schöner Brauch, dass die KAB und Kolping gemeinsam diesen Josefitag feiern und damit ihren Schutzpatron, den hl. Josef, in besonderer Weise ehren!“
In seiner Predigt nahm Bischof Rudolf zunächst Bezug auf die Lesung des dritten Fastensonntages, als Mose Gott nach seinen Namen fragte und zur Antwort erhielt: „Ich bin der - ich bin da!“ (2 Mose, 3,14) Weiter sprach Gott zu Mose: „So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer, und so wird man mich nennen in allen Generationen.“
Aus dieser Stelle der hl. Schrift können wir ableiten, dass der Name etwas sehr Persönliches und damit ein „zweites Ich“ ist. Bei der Taufe und bei der Firmung werden wir beim Namen genannt und so feiern wir auch den Namenstag. Dies tun auch die kirchlichen Verbände Kolping und KAB, die am Josefitag bzw. in einer Feier zum Josefitag ihren Schutzpatron, den hl. Josef, in besonderer Weise ehren. Bis 1970, so Bischof Rudolf, war der Josefitag am 19. März ein Feiertag mit dem dieser große Mann unseres Glaubens als der Nährvater von Jesus Christus und als treuer Beistand der Gottesmutter sowie als Schutzpatron der Sozialverbände und der arbeitenden Bevölkerung gewürdigt wird. Bischof Rudolf richtete ein Vergelt‘s Gott an die Sozialverbände für all ihren Einsatz für die arbeitende Bevölkerung, die politischen Initiativen, die politische und berufliche Bildungsarbeit, die Initiativen zum Zusammenfinden der Menschen und das Einbringen des christlichen Glaubens als eine gestaltende Kraft im öffentlichen Leben. Die katholischen Sozialverbände hätten zudem auch sehr viel dazu beigetragen, dass politischer Nachwuchs herangebildet worden ist und wird. Wir sind aufgerufen in die Gesellschaft auf allen Ebenen und dort wo der Herr uns hinstellt, vom Arbeitsplatz über unsere Lebenssituationen, der Wissenschaft bis hin zu den politischen Parteien, hineinzuwirken und für den christlichen Glauben einzustehen. Dazu gehört, dass wir für die Beachtung menschlicher Werte in unserer Gesellschaft, Berufs- und Arbeitswelt eintreten und dafür sorgen, dass Europa seine christlichen Wurzeln nicht vergisst. Zusammen mit Dekan Georg Birner, Kolping-Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt, Kaplan Steffen Brinkmann, assistiert von Diakon und KAB-Bildungsreferent Berthold Schwarzer, zelebrierte Bischof Rudolf das Meßopfer. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Abensberger Kirchenchor unter der Leitung von Johann Stangl eindrucksvoll umrahmt.   

Kolping-Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt bedankte sich bei Bischof Rudolf für die gemeinsame Eucharistiefeier, denn es sei wichtig, dass der christliche Glaube die Verbände präge und diese so positiv hinauswirken in unsere Gesellschaft. Dazu zitierte er das Kolpingwort: „Tue jeder in seinem Kreise das Beste, dann wird’s besser aussehen in unserer Welt!“

Der Kolping-Diözesanvorsitzende Josef Sander aus Abensberg eröffnete die nachfolgende Veranstaltung im Pfarrsaal, wobei er die Kolpingmitglieder aus dem Bezirksverband Kelheim und die Mitglieder der KAB-Ortsgruppen aus der Umgebung von Abensberg begrüsste. Der hl. Josef ist der Schutzpatron des Kolpingwerkes und der Arbeiter und somit auch der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB). In den letzten Jahren hatte der Diözesanverband den Josefstag bei einer zentralen Veranstaltung in Regensburg zusammen mit der KAB begangen und sich dabei zu sozialpolitischen Themen geäußert. In Absprache mit Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer wird diese Veranstaltung erstmals dezentral durchgeführt und die Kolpingsfamilie Abensberg hat die Ausrichtung dieser Veranstaltung übernommen. Mit Stolz zeigte er dabei die Standarte der Kolpingsfamilie Abensberg, die aus dem Jahr 1864 stammt und das Bild des hl. Josef zeigt. Diese Standarte wurde von Bischof Senestrey, dem damaligen Bischof von Regensburg, geweiht. Sander dankte seiner Heimat-Kolpingsfamilie Abensberg mit Präses Steffen Brinkmann und dem Sprecher des Leitungsteams Rudi Tuscher für die Organisation und Vorbereitung dieser Veranstaltung.

In Anbetracht der am 26. Mai 2019 stattfindenden Europawahl, die er als Schicksalswahl bezeichnete, da die Zukunft der Werte- und Solidargemeinschaft auf dem Spiel steht, rief er die Mitglieder zur Teilnahme auf. Das Kolpingwerk hat sich daher in dieser Angelegenheit mit einigen Beschlüssen positioniert. Die EU wurde in den vergangenen Jahren durch Finanzkrisen, Wirtschaftskrisen, Terroranschläge, Flüchtlingsströme und nicht zuletzt den Austritt der Briten auf harte Proben gestellt. Aber noch beunruhigender ist, dass der Einigungsprozess von Populisten und Nationalisten in einigen Mitgliedsstaaten in Frage gestellt und vehement abgelehnt wird. Für das Kolpingwerk Deutschland bleibt die Europäische Union ein Garant für Freiheit, Sicherheit, Frieden, Stabilität und Wohlstand in Europa für die 500 Millionen in der EU lebenden Menschen. Die EU soll sich mit den Lösungen der großen Fragen beschäftigen, zu der auch die Schaffung einer Wirtschafts- und Währungsunion mit einem sozialen Gesicht gehören soll.  Sanders Dank galt Bischof Rudolf für die Wertschätzung der Verbände, den er auch mit dem Wunsch, dass diese ihren Pfarreien verbunden verbleiben, zum Ausdruck bringt.

 

Der Artikel wurde verfasst von Martin Haltmayer und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Bischof Rudolf bei der Anrufung des hl. Josef an der Josefsstatue (Foto: Haltmayer);

Der Bannerzug von Kolping und KAB zum Festgottesdienst (Foto: Haltmayer);

Kolping-Diözesanvorsitzender Josef Sander bei der Festveranstaltung mit der Kolping-Standarte mit dem hl. Josef aus dem Jahr 1864 (Foto: Haltmayer)

Inter(+)aktiv

Treten Sie mit uns in Kontakt

mehrweniger

Adresse

KAB Diözesanverband Regensburg e. V.
Obermünsterplatz 7
93047 Regensburg
Telefon: +49 9415972285

Unterstützen Sie die KAB

Jede Spende hilft!

Unterstützen Sie die Projekte der KAB und stärken Sie die selbständige Vereinigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Mitglied werden

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.

Jetzt informieren