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10.04.2019

MUT - Mit Mut die eigene Spur im Leben finden

Im Bildungsseminar der KAB für Menschen in der zweiten Lebenshälfte konnte Christa Mösbauer, KAB-Diözesansekretärin und das KAB-Sachausschussteam unter der Leitung von Theres Luber, die zahlreichen Teilnehmer/innen, die aus verschiedenen Regionen der Diözese angereist sind, begrüßen. Die Seminarteilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich mit dem Thema Mut auseinandergesetzt. In der Einstiegsrunde erzählten die TLN was sie selber unter Mut verstehen. Mut hat viele Gesichter. Das zeigte sich dann auch in der Nachmittagseinheit, hier konnte der Referent Arno Speiser von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern zum Thema „Flüchtlinge sind an allem schuld!?!“ gewonnen werden.

Er erläuterte, dass Vorurteile weit verbreitet sind. Sie entstehen oft dadurch, dass eine Mehrheitsgesellschaft eine große WIR Gruppe aufmachen, während auf der anderen Seite eine kleinere Gruppe steht. Seien es Juden, Homosexuelle Ausländer etc. Die Wir Gruppe schreit laut wir sind das Volk und die anderen sind die Bösen. Schon ist ein Schuldiger festgestellt nämlich die Minderheiten.

Ideologie der Ungleichwertigkeit- Vorurteile Ängste und Befürchtungen sind im Menschen verankert. Die Vorbehalte gegenüber Geflüchteten spuken seit vielen Jahren in den Köpfen herum. Wenn Leute direkten Kontakt mit Ausländer haben, sind die Ängste am geringsten. Rhetorische Begriffe wie Asylwelle oder Asylschwemme sind unwürdig, es handelt sind um Menschen und keine Naturgewalten
Weltweit sind 65 Mio Menschen auf der Flucht davon sind 0,28 % Prozent  der weltweiten Flüchtlinge  nach Deutschland gekommen. 3,55% nach Europa.

 Am Abend begab man sich in den in den zum Kinosaal umgestalteten Seminarraum.  Mit dem Film „Wackersdorf“ In besonderer Weise zeigt die Geschichte des Filmes, was man mit Mut und Durchhaltevermögen erreichen kann. Es zeigt auch wieviel Mut es braucht, um mutig zu sein.

Die nächste Bildungseinheit gestaltete Wolfgang Sennfelder Hauptkommissar und Kripo Fachberater zu dem Thema:“ Wie vermeide ich ein Opfer zu werden?“. Ein Schwerpunkt war die Gesprächsführung und Deeskalation. Die Distanzzonen insbesondere, gegenüber Familie, Bekannten und fremden Personen.  Anhand Rollenspielen wurde geübt, sein Gegenüber in die gewünschte Distanzzone ohne Eskalation zu verweisen. Mimik und Gestik, Körperhaltung und Aussehen des Gegenübers nimmt man unbewusst wahr und lässt einem unbewusst das Gegenüber in eine bestimmte Richtung einordnen. An praktischen Beispielen erörterten die TLN: “ Wie wirke ich auf meine Gegenüber und wie kann ich Selbstsicherheit verbessern und demonstrieren.“ Welche bauliche und  technische Vorkehrungen kann ich treffen um nicht körperlich oder psychisch ein Opfer zu werde.

Der Nachmittag stand unter dem Motto „ich bin doch selber etwas wert“ Zu Thema referierte die Gemeindereferentin Frau Gertrud Hankel. Sie startete mit der Aufforderung, doch mal zu überlegen welche Geschenke ich selber an guten Eigenschaften mitbekommen habe. Eine schwierige Aufgabe für die meisten, weil wir nicht so wirklich gut mit Selbstbewusstsein ausgestattet sind. Gefühle sind Signale unseres Körpers. Minderwertigkeitsgefühle sind oft mit anderen unangenehmen Gefühlen verknüpft, z.B. Angst.  Angst um meine körperliche wirtschaftliche Existenz, mangelnde Anerkennung, viele Tabus, viele Verbote und Tabus.  Angst erzeugt Minderwertigkeitsgefühle. Viele Minderwertigkeitsgefühle entwickeln sich in der Kindheit, die sich im Erwachsenenalter durch extremen Fleiß, Selbstlosigkeit und Freigiebigkeit, oder durch Besserwisserei, Drogensucht oder auch Fremdenfeindlichkeit und religiöse Intoleranz ausgedrückt werden.

Minderwertigkeit in positive Gefühle umwandeln, ist die Fertigkeit an der man arbeiten kann.  Wichtig ist ein ehrlicher Umgang mit den Gefühlen, sie ehrlich zuzulassen. Zu erkennen, dass ich die Probleme habe, kann Jahrzehnte dauern, Oft sind es Schicksalsschläge die den Auslöser drücken, den Schmerz zu erkennen, zuzulassen und zu akzeptieren und sich Hilfe zu holen.  Zur eigenen Geschichte ja zu sagen und den Weg zu finden, damit umzugehen und anders zu machen. Den Schutzpanzer gilt es aufzulösen, den man in den Jahren aufgebaut hat.

Im nächsten Teil stellte Dir Strigl  die Frage, wo möchte ich mehr Mut haben. Anhand der Bibelstelle von Matthäus Der Gang Jesu auf dem Wasser 14,22-33 tauchten die die TLN ins Thema ein. Die Aufforderung die Jesus an uns immer wieder hat. „Tritt heraus“. Beinhaltet die Aufforderung aus dem Denken aus der Angepasstheit aus der Mittelmäßigkeit herauszutreten. Lass dich ein auf das Besondere, Ungewöhnliche. Neues Denken. Bereitschaft und Vertrauen gehört dazu. Bei der Überlegung wem vertraue ich und mit wem tue ich mich zusammen. Mir selber und anderen vertrauen und auch auf Gott zu vertrauen ist eine Lebensaufgabe. Misserfolge einstecken zu können und die Kraft zum “Trotzdem“ den Mut zu haben Antworten geben zu können das braucht Prinzipien.  Wer Prinzipien und Normen hat bleibt fest in seiner Meinung und hat mutige Antworten, so das Fazit von Dir. Manfred Strigl.
Die Quelle des Mutes ist letztendlich Gott selber.
Anhand einer Ermutigungs - Tabelle übten die TLN, bei einer bestimmten Situation Gefühle und negative Gedanken einen Ermutigungsspruch in einem Bibelvers zu finden die mich in diesem Moment ermutigen.

Ein Gottesdienst rundete die Bildungstage ab. Wie immer waren stille Zeiten, gute Gespräche, und anregende Diskussionen, lustiges und fröhliches Zusammensein, ein fester Bestandteil der Bildungstage, die wieder viel zu schnell vergangen sind.

 

Artikel und Fotos: Christa Mösbauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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