03.05.2021

"Denn wir sind wer, und wir sind viele!"

Unter der Überschrift: „Mit Abstand z’amhalten“ sowie dem offiziellen 1. Mai Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB): „Solidarität ist Zukunft“ hatten die DGB-Region Niederbayern und das DGB Ortskartell Kelheim zur Kundgebung - mit entsprechenden Auflagen, wie Mundschutz und Mindestabstand - eingeladen. Neben Vertretern der Lokalpolitik, fanden sich auch rund 50 TeilnehmerInnen auf dem Kelheimer Ludwigsplatz ein.

Der DGB Kreisvorsitzende Willi Dürr konnte nach Bekanntgabe der Auflagen und der Begrüßung der Grußwortredner den ersten Bürgermeister der Stadt Kelheim Christian Schweiger, Landrat Martin Neumeyer, den IBCE Bezirksvorsitzenden Andreas Blaser und den Betriebsratsvorsitzenden der Goldbergklinik Kelheim sowie über 50 TeilnehmerInnen begrüßen. In seinen Eingangsworten ging Willi Dürr auf die lange Phase für die Vorbereitung zur 1. Mai Kundgebung ein, denn "Corona ist weder vorbei, noch ist abzusehen, wann entsprechende Lockerungen für größere Veranstaltungen zu erwarten sind."

Aber Solidarität lebe auch ein Stück weit von persönlichen Beziehungen und direkten Kontakten mit Austausch. Das bedeute auch, sensibler auf Ungleichheiten zu schauen und die Stimme für Gerechtigkeit zu erheben, so Dürr. Im Übrigen habe sich gezeigt, dass die aktuellen Themen wie Armut, Reichtum, Klimawandel, die Forderung der Arbeitgeber nach einer Rente erst ab 67 Jahren, gesundheitspolitische Themen und die Forderung für eine gerechte Bezahlung wichtiger denn je sind und nur am Fenster stehen und Klatschen eben nicht ausreicht. „Die dauernden Lippenbekenntnisse für die „Helden“ in der Coronakrise müssen sich neben den verbesserten Tarifverträgen auch auf eine echte Anerkennung in der Gesellschaft auswirken.“ forderte Dürr.

In diesem Zusammenhang kritisierte er auch den Verbund der Krankenkassen, mit an der Spitze stehend das Wissenschaftliche Institut der AOK Deutschland, das in einer Studie nach wie vor die Schließung der kleinen Häuser fordert und große Klinkzentren fördert, gleichzeitig bedankte er sich bei den stark vertretenden „KABlern“ die sich auch auf Bundesebene über das Bündnis Klinkrettung für diese Thematik über die Landkreisgrenzen hinaus stark machen.

„Gewerkschaften und Ihre Verbündeten wie die KAB wirken. Auch in der Krise. Gerade in der Krise. Gewerkschaften sind das stärkste, was die Schwächeren haben. Wir wollen die Handlungsfähigkeit des Staates stärken. Wir brauchen keinen schlanken Staat, sondern einen starken Staat. Ein schwacher, schlanker Staat ist was für Reiche, die sich Dienstleistungen am Markt kaufen können. Wir wollen eine gerechte Verteilung der Pandemiekosten. Starke Schultern müssen mehr tragen.“ Unterstrich Dürr in seiner Mairede.
Und es gehe schon gar nicht, dass Firmen einerseits staatliche Hilfen bekämen oder Kurzarbeitergeld, gleichzeitig aber Dividenden ausschütte würden; Wir brauchen mehr denn je Sicherheit in der Krise. Deshalb so Willi Dürr gilt für uns, nach dem Wollen das Machen und dafür müssen wir uns bemerkbar machen. „Denn wir sind wer, und wir sind viele.“

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