19.03.2021

Hl. Kunigunde - KAB Jahreskrippe

Im kommenden Jahr werden wir verschiedene Heilige in den Mittelpunkt stellen. Wir werfen einen Blick auf ihr Leben, auf Daten, Fakten und Legenden, die sich um die Heilige oder den Heiligen ranken und schauen besonders, welche Bedeutung er oder sie für die KAB hatte/hat. Die nächste in unserer Krippe ist die Hl. Kunigunde.

Name: die Kämpferin für ihre Sippe (althochdt.) 

 

Leben

Geb. um 978 in Luxemburg, gest. am 3. März 1033 (oder 1040) in Kaufungen, war deutsche Kaiserin, Gemahlin von Heinrich II. und Nonne. Kunigunde gilt als Gründerin des Bistums Bamberg und wird dort besonders verehrt. Kunigunde entwickelte sich zur kongenialen Ratgeberin Heinrichs. Zeitweise übernahm sie sogar als Statthalterin die Regierungsgeschäfte, als Heinrich sich in Italien aufhielt. Kunigunde widmete sich den Armen und Kranken und erbaute Siechenhäuser. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Kaiser Heinrich II. liegt sie im Bamberger Dom begraben. Die hl. Kunigunde ist Patronin der schwangeren Frauen und der kranken Kinder.

 

Attribute

Kirchenmodell, Buch, Witwenschleier, Pflugschar

 

Bauernregeln für den 3. März

Kunigund / macht warm von unt'.

Wenn´s zu Kunigunde friert, sie's noch 40 Nächt' verspürt!

Wenn`s donnert an Kunigund, bleibt das Wetter lange bunt.   

Wenn's donnert zu Kunigund, treibt's der Winter bunt.    

Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde.  

 

Legende

Schon als Kind und Jugendliche war sie sehr fromm und beschloss, jungfräulich zu leben. Als der bayerische Herzog Heinrich um sie warb, fügte Kunigunde sich dem Wunsch ihrer Eltern und stimmte der Hochzeit zu. Der Überlieferung nach offenbarte sie sich gegenüber ihrem Verlobten, worauf dieser ebenfalls das Keuschheitsgelübde abgelegt haben soll. Heinrich und seine Gemahlin führten demnach eine so genannte Josephsehe. So nannte die Kirche Verbindungen, in denen Mann und Frau wie Bruder und Schwester zusammen lebten. Kunigunde hatte jedoch auch Neider. Die Gerüchteküche brodelte. Und man bezichtigte sie schließlich der ehelichen Untreue. Heinrich kümmerte sich zunächst nicht um das Geschwätz. Als die Gerüchte immer mehr zunahmen, bat Kunigunde den Ehemann, ihre Unschuld durch ein Gottesurteil beweisen zu dürfen. Heinrich lehnte zunächst ab, gab dann aber dem Drängen seiner Frau nach. Kunigunde ließ daraufhin im Beisein des Volkes glühende Pflugscharen herbeischaffen. Nach inständigem Beten bekreuzigte sie sich und ging mit nackten Füßen über das glühende Eisen, ohne sich dabei auch nur im Geringsten zu verletzen. Kunigunde kniete nieder und dankte Gott. Ihr Mann Heinrich war erbost über die Verleumdungen gegen seine Frau und wollte die Übeltäter bestrafen. Doch Kunigunde bat ihn, Milde walten zu lassen.

 

Bedeutung für die KAB

Als junges Mädchen beschloss sie jungfräulich zu leben. Doch die Heirat mit Heinrich II warf ihre Lebensplanung über den Haufen. Sie resignierte jedoch nicht und übernahm als Ratgeberin ihres Mannes Verantwortung für ihr Volk. Sie regierte sogar in seiner Abwesenheit. Diese Übernahme von Verantwortung für ihre Mitmenschen und ihr Volk sind auch Vorbild für die KAB. Die KAB versucht auch in der Familien-, Renten- und Sozialpolitik Verantwortung zu übernehmen und der Politik ein fairer und objektiver Ratgeber zu sein. Unsere Gedanken, die auf der Basis der Sozialenzykliken entwickelt wurden, sollen eine solidarische und gemeinwohlorientierte Politik aufzeigen, die eine bessere und gerechtere Welt für alle Menschen ermöglicht.  

 

Quellen:

www.katholisch.de/artikel/8142-kaiserin-und-nonne, wuerzburgwiki.de/wiki/Kunigunde_von_Luxemburg, www.heiligenlexikon.de/BiographienK/Kunigunde_von_Luxemburg.htm

Kaiser Heinrich II. und seine Frau Kunigunde, Österreich, 15. Jahrhundert

Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon - Altarbild: Die Feuerprobe der Kunigunde, in der Kirche des ehemaligen Klosters in Niederaltaich

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