12.05.2021

Hl. Pankratius - einer der vier Eisheiligen

Derzeit sind sie wieder in aller Munde. Hobbygärtner, Bauern und Winzer freuen sich auf die Zeit danach und jeder hofft, dass sie schnell und mild vorüberziehen. Die Rede ist von den Eisheiligen. Je nach Region werden den Eisheiligen vier bis fünf Heilige zugerechnet. Bei uns hier startet die Saison mit Pankraz am 12. Mai.

Pankratius gilt als Patron von Rom; der Erstkommunikanten und Kinder, der Ritter, der jungen Saat und Blüte; für neue Vorhaben und gute Zukunft; gegen Meineid, falsches Zeugnis, Krämpfe, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen. Ihm wurden zahlreiche Burgkapellen geweiht.

Seine Beliebtheit geht auf den König von Italien und Kaiser des römisch-deutschen Reiches Arnulf von Kärnten zurück. Dieser schrieb ihm (und seiner Anflehung) die im Jahr 896 geglückte Eroberung Roms zu.

In einigen Berichten wird als Tag der Eroberung der 12. Mai - sein heutiger Gedenktag- genannt. Die Legende rund um Pankratius ist in etwa seit dem 6. Jahrhundert bekannt.

 

Gedenktag: 12. Mai

 

Namensbedeutung: der alles Besiegende

 

Legende:

Pankratius wurde ca. 290 als Sohn eines vornehmen und wohlhabenden römischen Bürgers in der heutigen Türkei geboren. Kurz nach seiner Geburt verstarb seine Mutter, bald darauf sein Vater. Pankratius wurde von seinem Onkel Dionysios, dem Bruder seines Vaters, aufgenommen und erzogen. Dionysios reiste mit seinem Neffen nach Rom, wo es zu dieser Zeit unter Kaiser Diokletian zu grausamen Christenverfolgungen kam. In der neuen Nachbarschaft lebten viele, die verborgen dem verbotenen christlichen Glauben anhingen.

In der Nähe der Güter soll sich auch der Bischof von Rom Caius aus Angst vor der Christenverfolgung in einem Versteck aufgehalten haben. Beeindruckt von den Worten und Taten des Bischofs und ließen sich Pankratius und sein Onkel schließlich auch taufen. Bald darauf starb Dionysios und Pankratius war mit 14 Jahren wieder ein Waisenjunge. Pankratius wurde von der Gemeinde getragen. Das gemeinsame Gebet und Mahl halten gaben ihm Kraft. Als Dank unterstützte er mit dem ererbten Vermögen in Not geratene Christen und bekannte sich öffentlich zu seinem neuen Glauben. Als Spione des Kaisers Diokletian ihn verrieten, ließ dieser Pankratius zu sich rufen. Pankratius war ein heller Kopf und wusste, was es geschlagen hatte. Er bat den Bischof um den letzten Segen, regelte seine Angelegenheiten und verschenkte sein Hab und Gut an bedürftige Christen. Da er von vornehmer Abstammung war, wurde er dem Kaiser, der Pankratius’ Vater gut gekannt haben soll, vorgeführt. Diokletian versprach Pankratius für den Fall, dass er vom Christenglauben abschwören sollte, alle Vorteile des Lebens. Der inzwischen etwa vierzehnjährige Jüngling ließ sich jedoch nicht von seinem Glauben abbringen. Rasend vor Wut über die Standhaftigkeit und den Mut eines solch jungen Burschen ließ Diokletian ihn schließlich am 12. Mai des Jahres 304 öffentlich enthauptet.

 

Bauernregeln:

Wenn's an St. Pankratius gefriert / wird viel im Garten ruiniert.

Pankratz / macht erst dem Sommer Platz.

Pankrazi, Servazi, Bonifazi / sind drei frostige Bazi, / und am Schluss fehlt nie / die kalte Sophie.

Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn.

 

Bedeutung für die KAB:

Pankratius war ein Junge, als er zum zweiten Mal zum Waisen wurde. Er verkroch sich nicht, sondern dachte in seiner größten, persönlichen Not an andere Menschen, denen es schlecht(er) ging. Er unterstütze sie, weil er es sich leisten konnte. Als privilegiert geboren, ruhte er sich nicht auf seinen Vorteilen und seinem Reichtum aus, sondern half dort, wo es notwendig war. Darin ist der Märtyrer und Heilige ein großes Vorbild für die KAB in der Diözese Regensburg. Auch wir versuchen dort zu helfen, wo es notwendig ist. Vor allem unseren Partnern und Freunden in Uganda. Besonders in diesem Jahr, als sie nicht nur von Corona, sondern auch einer schweren Überschwemmung betroffen waren. Mit einem kurzfristigen Spendenaufruf konnte so viel Geld gesammelt werden, um die schlimmste Not vor Ort zu lindern. Dies war nur möglich, weil viele KAB-Mitglieder ihre eigenen Sorgen hinten anstellten, um dort zu helfen, wo es eben notwendig war.

 

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pankratius

https://www.katholisch.de/heilige/12-05-pankratius-pankraz

https://www.heiligenlexikon.de/Literatur/Pankratius-Legende_Historie.html

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Pankratius.htm

 

Zusammengeschrieben und zusammengetragen von Willi Dürr und Michaela Zwerger

 

Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon

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