11.07.2020

Rückkehr zu Präsenzveranstaltungen

Alles wie vorher oder doch neu?

Ist es Ihnen aufgefallen? Das Leben wird wieder lauter. Ob es nun die Kinder vom Kindergarten gegenüber sind, die sich vor Freude kreischend durch den Garten jagen, der Geräuschpegel auf den Straßen und Plätzen der Stadt oder die Menschen vor den Restaurants. Der Unterschied war für mich so stark, dass ich bei meinem täglichen Nachhauseweg durch die Regensburger Altstadt letztens tatsächlich kurz erschrocken bin und mich gefragt habe, ob das vor Corona auch schon so laut war.  

Wie laut war vorher normal? Heißt normal automatisch wie vorher oder gibt es ein neues normal? Können wir nach der Krisenzeit einfach weitermachen wie vorher oder ohne Verschnaufspause zu einer neuen Normalität übergehen?  

Es braucht eine Verschnaufspause

Ich glaube, dass es eine Zeit des Übergangs braucht, eine Zeit des Wiedergewöhnens an Dinge, die vor Corona vollkommen normal waren und über die man gar nicht mehr nachgedacht hat. Oder wie Jan Lenarz in einem Blogbeitrag (https://einguterplan.de/corona-krise-chance) schreibt: „Wir können nicht einfach so weitermachen, als ob nichts wäre. Studien kamen immer und immer wieder zu dem Ergebnis, dass Menschen nur an Krisen wachsen, wenn nicht von ihnen gefordert wurde, sofort weiterzumachen wie bisher. Wenn sie Zeit hatten, ihr neues Leben von allen Seiten zu beleuchten.“ 

Das heißt, es ist nicht nur absolut in Ordnung, wenn wir uns besondere Gedanken z.B. um die Wiederaufnahme unserer Präsenzveranstaltungen machen, sondern es ist auch wichtig, dass wir uns diese Gedanken machen, damit wir gestärkt aus dieser besonderen Zeit hervorgehen.  

Persönliche Begegnung das Herzstück unserer Arbeit

Wir im Diözesanverband sind überzeugt, dass wir mit unseren Onlineangeboten und der digitalen Vernetzung des Verbandes eine wichtige, zukunftsweisende Richtung eingeschlagen haben, die wir auch unbedingt beibehalten wollen. Dennoch glauben wir auch, dass der persönliche Kontakt überaus wichtig, nicht ersetzbar und das Herzstück unserer Arbeit ist. Wie gut persönlicher Kontakt tut, haben wir bei unserer ersten „Live Seko“ feststellen können – und das obwohl wir digital in regem Kontakt standen und stehen.  
Deshalb wägen wir derzeit nicht nur genau ab, welche Seminare als Präsenzveranstaltungen stattfinden und wie sie mit den gebotenen Maßnahmen für alle gut durchgeführt werden können, sondern wir machen uns natürlich auch Gedanken, wie unsere Orts- und Kreisverbände wieder zu Präsenzsitzungen zurückfinden können. Natürlich entscheiden Sie vor Ort, was möglich und realistisch ist, aber wir wollen Sie ermutigen. 

3 Tipps aus dem DV für die erste Sitzung


Deshalb haben wir für ihre erste Live Vorstandssitzung drei Tipps gesammelt, die zu einem guten Gelingen beitragen: 

  1. Unsicherheiten sind erlaubt 
    Sprechen Sie Ihre eigenen Unsicherheiten bei Ihren Vorstandskollegen an. Beziehen Sie ihre KollegInnen mit ein, denken Sie zusammen und finden Sie gemeinsam die Lösung, die für Ihr Team und Ihre Präsenzsitzung passt. 
    Jemand aus Ihrem Vorstandsteam wendet sich mit Sorgen/Bedenken an Sie? Nehmen Sie die Person ernst und fragen Sie direkt nach, wie man die Sitzung gestalten könnte, dass sich auch die betroffene Person wohlfühlt.  

    Das Team in den Diözesanbüros steht Ihnen auch jederzeit für Rückfragen zur Verfügung!


  2. Seien Sie kreativ! 
    Denken Sie auch abseits von bisherigen Wegen. Das Pfarrheim ist zu klein oder belegt? Wie wäre es mit dem Pfarrgarten oder einem größeren Raum in ihrem Kreisgebiet?  
    Inhaltlich Arbeiten ohne Veranstaltung? Entdecken Sie neue Themenfelder, in denen Sie sich engagieren können. Jetzt ist Zeit sich in neue Themen einzuarbeiten oder das Wissen zu vertiefen.  
    Ihre Veranstaltungen können nicht wie geplant stattfinden? Überlegen Sie sich neue Formate! Schmökern Sie in den Vorschlägen der Kollegen aus Münster oder wenden Sie sich an das Team in den Diözesanbüros. 
    Wir unterstützen Sie gerne!


  3. Geben Sie Corona einen Raum 
    Gerade in der ersten Sitzung. Seit dem Lockdown sind mittlerweile drei Monate vergangen. In dieser Zeit ist viel passiert – nicht nur in der Welt, sondern bei jedem einzelnen. Planen Sie Zeit dafür ein, sich gegenseitig auf den aktuellen Stand zu bringen. Was ist bei Ihnen in dieser Zeit passiert? Wie geht es Ihnen? „Der Mensch im Mittelpunkt“ lautet ein Slogan der KAB. Bei der ersten Sitzung stehen Sie und Ihre Vorstandskollegen im Mittelpunkt. 
    Überlegen Sie im Anschluss, was Sie positives aus der Zeit mitnehmen können – auch für Ihre KAB Arbeit. Was war nicht gut und kann auch gerne wieder wegfallen und v.a. worauf freuen Sie sich wieder.  
    Sie hatten während des Lockdowns Telefon- oder Videokonferenzen und eigentlich hat das ganz gut geklappt? Vielleicht gibt es ja Themenfelder, für die dieses Format auch künftig beibehalten werden kann.  

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Wiedersehen! 
 
Ach und noch ein ganz persönlicher Tipp: Was ich mit der wieder lauten Stadt um mich herum mache? Ich trage Kopfhörer und höre auf dem Weg zur Arbeit und zurück Podcasts. 

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