30.04.2021

Solidarität statt Spaltung - Maiaufruf des KAB Diözesanverbandes Regensburg e.V.

Regensburg/Weiden: Zum Tag der Arbeit am 1. Mai macht sich der Diözesanverband der KAB Regensburg Gedanken um den Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Dienstleistungsberufen und ist sich einig, dass der Mensch im Mittelpunkt stehen muss und es einen Mindestlohn braucht, der die Menschen nicht in die Armut treibt.

„Wie für die Gewerkschaften, ist es auch für die KAB das zweite Jahr in Folge, in der am Tag der Arbeit keine Kundgebungen stattfinden können. Das bedeutet aber nicht, dass es für den Tag der Arbeit keine Positionen und Problemfelder gibt, die es nicht zu benennen und anzumahnen gilt“, so der Vorstandsprecher des KAB Diözesanverbandes Willi Dürr.

Weltwirtschafts- und Finanzkrise sowie die Corona-Pandemie bedrohen die Existenzgrundlagen vieler Menschen weltweit Die Arbeitslosigkeit steigt, Millionen ArbeitnehmerInnen sind in Kurzarbeit - mit 60 bis 67 Prozent des Lohns. Gleichzeitig explodieren die Aktienmärkte.

21% aller Beschäftigten stecken im Niedriglohnbereich. Viele davon in Branchen, die gerade in der aktuellen Situation helfen, unseren gesellschaftlichen Alltag zu regeln. Im Einzelhandel steckt jede/r dritte im Niedriglohn. Im Mittel verdienen Paketboten 1.000 Euro monatlich weniger als der Durchschnitt aller Beschäftigten. Deswegen fordert die KAB einen Mindestlohn von 14,09 Euro. Das sind 60% des Durchschnittseinkommens in Deutschland.

Wer Milliarden Euro für Rüstung, Banken, Versicherungen und die Wirtschaft bereitstellen kann, ist auch in der Lage Milliarden Euro für Kliniken, das Pflegepersonal, ErzieherInnen, RentnerInnen und viele andere Menschen bereitzustellen.

Die jetzt gemachten Schulden müssen vor allem die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen. So tauchen alte Ideen wieder aus der Versenkung, wie zum Beispiel die „Rente mit 69“ und die Erweiterung der verkaufsoffenen Sonntage. Damit schlägt man vielen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen ins Gesicht für die im letzten Jahr noch geklatscht wurde und wird die Probleme des Einzelhandels nicht lösen.

Seit vielen Jahren moniert die KAB am 1. Mai die Missstände in der Gesellschaft und fordert die Umsetzung der guten Ansätze der katholischen Sozialethik als Gedankenstütze für ein gutes Leben für alle Menschen. Gerade in der jetzigen Situation sind diese nötiger denn je! Wir als aktive KABler und KABlerinnen sind nicht einverstanden, dass die Politik und die Unternehmen wieder zum gewohnten Alltag zurückkehren. Neue Ansätze in Wirtschaft und Politik sind unumgänglich, zum Wohle der Menschen.

 

Wir fordern daher:

-     Der Mensch muss im Mittelpunkt der Politik stehen!

-     Konsequenten Gesundheitsschutz.

-     Ein umsteuern der Wirtschaft in Richtung Gemeinwohlökonomie.

-     Kein Ausbluten der gesetzlichen Krankenkassen auf Grund der Pandemie.

-     Einen gerechten Lohn und eine armutsfeste Grundsicherung im Alter.

Photo by Ave Calvar on Unsplash

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