13.09.2018

Bildungstage für Männer und Frauen im Bildungshaus Schloss Spindlhof

Entrümpeln befreit - Gedanken vom Wegwerfen und Behalten

Bildungstage für Männer und Frauen im Bildungshaus Schloss Spindlhof

Entrümpeln befreit  - Gedanken vom Wegwerfen und Behalten

 

Im Bildungshaus Schloss Spindlhof fanden sich viele Tln aus den verschiedensten Regionen der Diözese Regensburg unter der Leitung von KAB-Diözesansekretärin Christa Mösbauer, und den Mitarbeiterinnen des KAB-Sachausschusses, Burzer Christa, Dummer Brigitte und Pirner Theresia, ein.

Zu Beginn beantworteten Teilnehmer/innen Impulsfragen die Mösbauer vorbereitet hatte. So lernten sich die TLN von einer ganz privaten Seite kennen. Wie z.B. das Paar das sich auf „Malle“ beim Tanzen kennengelernt hatte.

Mit einem virtuellen Spaziergang, ging es dann mit Referentin Kathrin Urban-Völkl nach Hause in den Eingangsbereich und in den Kellerraum bzw. Dachboden. Sie meinte Jeder Keller- Dachboden ist eine heilige Halle, weil es dort viele Schätze gibt und wir nicht genau wüssten, was da ist, also alles heilig ist.

Keller sind auch Sammlungsorte für eingemachte Marmeladen für eingefrorene Lebensmittel und wir wissen von vielen Dingen nicht mehr, dass wir sie haben.

Entrümpeln für Anfänger: “ Blumentöpfe entsorgen“.

Bei einer kurzen  Plauderrunde zum Thema : „was wartet bei mir im Keller! Entspann sich eine rege Diskussion.

Warum ist entrümpeln so schwer? mit dieser Frage beschäftigten sich die TLN.

Jedes Ding das wir haben birgt eine Erinnerung.  Jedes Ding hatte seinen Preis. Karban-Völkl warf ein, bei einem guten Essen merken wir uns das auch, die Erinnerung ist noch da, ohne dass wir es noch haben. Wenn wir Dinge loslasssen, bedeutet es nicht, dass wir sie vergessen. Es gilt das schlechte Gewissen zu überwinden und den Gedanke: „das könnte ich irgendwann noch brauchen.“

Gerümpel ist magnetisch:

Entrümpeln hat Eigenschaften unangenehm zu sein und  Gerümpel breitet sich aus. Weil es anderes Gerümpel anzieht! Gerümpel ist magnetisch

Gerümpel raubt uns Energie und hält uns auf. So ist es auch mit Seelengerümpel. Gerümpel braucht

Raum und Zeit und hindert uns.

Entrümpeln hört nie auf

Die Haltung Dinge loslassen zu können ist eine Eigenschaft die wir lernen müssen. Die Natur macht es jedes Jahr vor. Sie lässt los, lässt fallen.  Entsteht wieder neu. Entrümpeln heißt nicht neu kaufen, sondern verbrauchen, wie die Marmelade aus der dritten Reihe. Wir sollten vor der Anschaffung genau überlegen, ob wir es wirklich brauchen.  Wir leben leichter, wenn wir weniger haben. Weniger ist oft mehr!

Weiter ging es mit praktischen Tipps und Methoden wie Entrümpeln gelingen kann, wie z.B. nur dann zu entrümpeln, wenn man Lust dazu hat, denn mit Unmut tut man Dinge die einem vielleicht später leidtun. Karban-Völkl meinte: „sorgen Sie für ein schönes Klima beim Entrümpeln, für Wärme was zu Trinken. Entrümpeln Sie immer alleine, sonst entstehen Diskussionen. Aus den Augen aus dem Sinn! – Je länger Sie diskutieren, umso mehr setzt es sich im Gehirn fest und bekommt immer mehr Wert. Und nicht vergessen, wir sind nur auf der Durchreise,

je weniger wir haben, desto mehr erleben wir. Wir brauchen viel weniger als wir denken.

Im nächsten Schritt beschäftigte sich die Gruppe mit dem Innersten, das auch wie ein Haus ist.  Wer ist in meinem Seelenhaus schon Ein und Aus gegangen. Mit welchen Menschen bin ich verbunden. Im nächsten Raum, in dem Wohnbereich, meine gute Stube. Mein Zuhause. Wer darf mit rein, in mein innerstes Zuhause. Welche Erfahrungen sind im Wohnzimmerschrank, welche Lebenserfahrungen sind drin. Welche Weisheit ist daraus erwachsen? Wo ist da mein Gerümpel, das ich loswerden möchte und wie schaffe ich das? Mit diesen Impulsen beschäftigten sich die Teilnehmer um kamen zu ganz unterschiedlichen Lösungsansätzen und bemerkten der rote Faden ist das Vertrauen zu Gott.

Der rote Faden ist das Vertrauen in Gott

Dies bestätigte auch KAB-Diözesanpräses Monsignore Thomas Schmid. Er brachte Kieselsteine in einem Säckchen mit. Mit diesem Symbol erklärte er veranschaulichend, dass es eine Kunst ist, in dem steinigen Gerümpel des Lebens, die Edelsteine zu finden und auszusortieren was gut und brauchbar ist. 

Er verglich das Entrümpeln mit Kordeln, die an einem Säckchen fest zugeschnürt sind, die es aber zu lösen gilt, um Verschlossenes zu öffnen. Es gibt viele Kordeln die uns gefangen halten, wie die Kordel des Fassadenspiels, dem die Sehnsucht der Menschen nach Einmaligkeit, gegenübersteht.  Der Kordel des Verlorensein die nach Geborgenheit, schreit. Die Kordel der Angst vor Leere und Sinnlosigkeit steht dem Wunsch nach sinnerfülltem Leben gegenüber. Die Kordel der Sorge um Andere die von Sehnsucht nach Liebe erfüllt ist. Msgr Schmid teilte das Seelengerümpel in 3 Kategorien ein, welches die Menschen mit sich rumschleppen. 1.Gerümpel wurde mir in meinen Anlagen, in der Kindheit mitgegeben. 2. Gerümpel das ich mir selber aufgeladen habe, im Laufe meines Lebens und 3.Unbrauchbares das mir von außen auferlegt wurde.

 Msgr. Schmid brachte den Teilnehmern mit vielen Beispielen, die Instrumente der Entrümpelung aus christlicher Sicht näher. Es sind Instrumente der Barmherzigkeit die dem Vorbild Jesu folgen. In vielen Heilungs- und Begegnungsgeschichten, in Gleichnissen und Gesprächen kann man die Anleitung zur Entrümpelung und eine Sehnsucht und Leidenschaft nach Umkehr erfahren, wenn man sich darauf einlässt.  Msgr. Schmid fasste zusammen: Eine konstruktive Entrümpelung kann mit Gebet, Besinnung und Reue in eine Umkehr und Wandlung münden.  Nur eine Umkehr und Wandlung ist echtes Loslassen und Freiwerden. Denn Jesus liebt nicht die Sünde aber den Sünder.

Mit einem feierlichen Gottesdienst, den Msgr. Thomas Schmied zelebrierte, fanden die Bildungstage einen würdigen Abschluss.

 

Gibt es nur noch anzumerken, es waren wieder wunderschöne harmonische Bildungstage die von Kennenlernen neuer Leute, Besinnung, Begegnung, guten Gesprächen und jeder Menge Spaß und lustigen Einlagen geprägt waren.

 

Christa Mösbauer