Daseinsvorsorge

Ausdünnung der Daseinsvorsorge

Krankenhaus wech, haste Pech - Krankenhaus da, wunderbar!

 

 

Sowohl im AOK Report 2018 als auch in einer Studie der Bertelsmann Stiftung wird die Stilllegung von Kliniken mit weniger als 500 Betten gefordert.

Die Argumente: Kleinen Häusern mangelt es an Qualität und Anfahrtswege verlängern sich durch Schließungen nicht drastisch.
Die Kliniklandschaft soll von 1750 auf 600 Kliniken verringert werden.

Unserer Meinung nach kommt es nicht darauf an, wie viele OPs in einem Krankenhaus durchgeführt werden, sondern welches Ärzteteam sie durchführt und welche Erfahrungen eingebracht werden.

Heute haben 0,03 % der Bevölkerung einen Anfahrtsweg von 50 km und mehr ins nächste Krankenhaus. Nach Veränderung der Kliniklandschaft erhöht sich der Prozentsatz auf 2,5%.

Darüberhinaus gibt es keine deutschlandweite Bertelsmann Studie über die Kliniklandschaft, sondern es handelt sich hierbei um eine Studie, die vom nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister für sein dicht besiedeltes
Gebiet in Auftrag gegeben wurde.
Diese Studie ist außerdem Teil eines größeren Projekts der Bertelsmann Stiftung mit dem Titel „Neuordnung Krankenhauslandschaft: Weniger ist mehr“. Diese Studie soll zeigen, wie man mit weniger Krankenhäusern eine bessere Versorgungsqualität bekommt. 

Die Ergebnisse dieser Studie wurden auf das gesamte Bundesgebiet übergestülpt – ohne die jeweilige Infrastruktur zu beachten.

 

Das Krankenhauspersonal ist zwischen 1991 und 2017 um 10.000 Personen gewachsen. Aber dieses Personal behandelt nun 4,8 Mio.
Patienten mehr in 470 Krankenhäusern weniger als noch 1991. 

Hochwertige Versorgung hängt von zwei Faktoren ab: 

  • Medizinische Versorgung
  • Menschliche Nähe

Auch wenn heimatnahe Krankenhäuser nicht alle Behandlungen anbieten werden können: In den Bereichen, in denen sie spezialisiert sind, ermöglichen sie wohnortnahe Versorgung und Nähe zu den eigenen erwandten/Bekannten. Das  medizinische Fachpersonal kann diese wichtige Betreuung nicht leisten.

Gerade ältere Menschen tun sich oft schwer mit Ortswechseln in die nächstgrößere Klinik. Standortnahe Versorgung ist vor allem bei Hochaltrigen die bessere Lösung. 

Medizinische Hilfe darf nicht nur ökonomisch betrachtet werden. Leider sieht die heutige Gesundheitspolitik den Menschen nur noch als „Kostenfaktor und Erlösgenerator“. Das widerspricht in eklatanter Weise unserem christlichen Menschenbild. Bilanzen/Ausschreibungen und andere finanztechnische Instrumente müssen neben der Wirtschaftlichkeit auch andere Gesichtspunkte berücksichtigen. 

Der ländliche Raum, der den Großteil unseres Bistums ausmacht, wird in vielen Bereichen benachteiligt. Wenn nun auch noch die Schließung von Krankenhäusern eine medizinische Grundversorgung vor Ort unmöglich macht, ist die Abwanderung von noch mehr jungen Menschen die Folge. Von einer Chancengleichheit zwischen Stadt und Land, die Bund und Land regelmäßig versprechen und die überdies im Grundgesetz verankert ist, ist nichts zu spüren.

Kranke zu versorgen ist ein Werk der Barmherzigkeit. Ein Sozialstaat, der sich nicht mehr um Kranke im ländlichen Bereich kümmert, hat diesen Namen nicht (mehr) verdient.  

Auch für Pfarreien (Pfarrer und Besuchsdienste) wird es schwerer, Kranke zu besuchen. Mehr Zeitaufwand und höhere Kosten.  

Ältere Menschen müssen oft lediglich zur Beobachtung ihrer medizinischen Werte ins Krankenhaus. Es wird deutlich schwerer für Angehörige, sie in einem weiter entfernten Krankenhaus zu besuchen.   

Vor allem für Menschen mit geringem Einkommen oder einer kleinen Rente werden die Fahrtkosten zur nächsten erreichbaren Klinik zu einer großen finanziellen Belastung. Bei geringem Einkommen entfällt auch die Möglichkeit, außergewöhnliche finanzielle Belastungen bei der Einkommenssteuer abzusetzen (da gewöhnlich keine Einkommenssteuern bezahlt werden müssen).  

  • Krankenhäuser für die Menschen - weg mit den Fallpauschalen!
  • Schluss mit Konkurrenz und Gewinnsucht im Gesundheitswesen - Profite pflegen keine Menschen!
  • Schluss mit der Rosinenpickerei der Privatkliniken!
  • Kein Personalabbau bei den Mitarbeitern unserer Krankenhäuser!
  • Eine leistungsgerechte Krankenhausfinanzierung, die ländlichen Krankenhäusern eine faire Chance gibt!
  • Eine wohnortnahe Gesundheitsgrundversorgung!
  • Die Verbesserung der Lohnsituation des Pflegepersonals!
  • Eine Verbesserung des Personalschlüssels!
  • Eine Pflege in den Krankenhäusern, die sich nicht an Finanzvorgaben orientieren muss!
  • Die Erhaltung der Geburtsstationen!

Ihr Anfahrtsweg wird neu berechnet

Was wäre, wenn...?
Simulieren Sie die Schließung IHRES Krankenhauses und berechnen Sie Ihren neuen Anfahrtsweg.

 

Simulation

Qualitätscheck

Kleinen Krankenhäusern mangelt es an Qualität?

Schauen Sie doch selber mal nach, wie das bei Ihrem Krankenhaus wirklich ist.

 

Qualitätscheck

So waren unsere Demos in Kelheim und Mainburg

Aktiv werden!

  • Krankenhaussterben im ländlichen Raum

    18. März 2020, 19:00 Uhr

    Vortrag im Rahmen der Josefifeier in Weiden, Café Mitte, Am Stockerhutpark 1

    Referent: Willi Dürr

     

     

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Unterschreiben Sie für den Erhalt ländlicher Krankenhäuser.

 

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