Die Zukunft der Krankenhäuser in Niederbayern und der Oberpfalz nach Corona

KAB Kreisverbände Regensburg Land und Stadt diskutieren mit Landtagsabgeordneter Sylvia Stierstorfer.

Regensburg: Rund 30 KAB Mitglieder diskutieren mit Sylvia Stierstorfer über den Erhalt und die Zukunft ländlicher Krankenhäuser. Dabei wurde deutlich, dass die Schließung von Krankenhäusern in der Umgebung von Regensburg zu spürbaren Auswirkungen in einem eigentlich gut versorgten Gebiet führen.

Rund 30 KABlerinnen und KABler waren am 11.10.2021 der Einladung der Kreisvorstandschaften in die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) zum gemeinsamen Kreisausschuss gefolgt. „Auch jetzt, gerade nach den letzten eineinhalb Jahren Pandemie, wollen wir an dem Thema „Zukunft der ländlichen Krankenhäuser“ dranbleiben. Gerade, weil auch inmitten der Pandemie nicht Halt vor weiteren Schließungen gemacht wurde. Ganz aktuell ist da ja die Diskussion um die Schließung des Krankenhauses Roding.“ Mit diesen Worten begrüßte Christoph Aisch, Kreisvorsitzender der KAB Regensburg-Land die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und leitete zur Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer über.

Stierstorfer wies zunächst auf die gute Situation im Raum Regensburg hin. Trotz Schließungen von Krankenhäusern seien Stadt und Landkreis Regensburg gut versorgte Gebiete. „Im Krankenhaus Wörth planen wir sogar einen Bettenausbau und stärken damit ein Krankenhaus in ländlicher Region.“ so Stierstorfer. Auch die Post-Covid-Ambulanz im Klinikum Donaustauf stärke den ländlichen Raum.

„Wir sind im Raum Regensburg verhältnismäßig gut aufgestellt. Da gebe ich Ihnen recht. Aber zum einen ist die KAB eine solidarische Gemeinschaft, die sich auch über die Landkreisgrenzen hinweg für dieses wichtige Thema engagiert und zum anderen sind trotz der guten Versorgung in Regensburg die Folgen auch hier spürbar. Die Wartezeiten für planbare Eingriffe und Untersuchungen sind auch in den Regensburger Krankenhäusern mittlerweile erschreckend lang.“ so Albert Herold, Kreisvorsitzender aus dem Stadtgebiet Regensburg.

Bei kritischen Nachfragen zur Krankenhausfinanzierung durch Fallpauschalen verwies Stierstorfer auf die Bundesregierung: „Die Struktur der Gesundheitsreform und die Fallpauschalenfinanzierung ist Bundesangelegenheit. Aber wir in Bayern halten das System der Fallpauschalen für verbesserungswürdig.“ Man habe Vorschläge zu anderen Finanzierungsarten gemacht. Darüber hinaus hätte Bayern auf den Investitionsbedarf der Krankenhäuser reagiert und 28% mehr im Haushalt für Investitionen veranschlagt. „Das soll auch im kommenden Jahr gehalten werden. Und: Wir haben keinen Investitionsstau in Bayern.“ Im weiteren Verlauf der Diskussionen machte die Landtagsabgeordnete auch ihren Standpunkt gegenüber der Bertelsmann Studie klar: „Ich kann nicht verstehen, wie man zu dem Ergebnis kommt, dass wir zu viele Krankenhäuser hätten.“

„Im Prinzip müsste es im Gesundheitsbereich genauso sein, wie bei der Feuerwehr.“ meinte Maria Beer Kreisvorsitzende KAB Regensburg Land zum Schluss der Diskussion, „Da löst man eine örtliche Feuerwehr ja auch nicht auf, weil es ein halbes Jahr nicht gebrannt hat, sondern man hält die Finanzierung vor – eben für den Fall, dass es brennt.“

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